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Das Atomium

Eines der ungewöhnlichsten und faszinierendsten Gebäude der Welt: Ein unglaublich kleines Teilchen (nämlich ein Atom) wurde in Brüssel als großes Haus zum Betreten und entdecken gebaut: Das Atomium. Das Wahrzeichen Brüssels entstand 1958 zur Weltausstellung.

Atomium: Silberne Kugeln vor blauem Himmel

Steckbrief: Atomium

  • Eröffnet: 1958 zur Weltausstellung
  • Höhe: 102 Meter
  • Gewicht: ca. 2.400 Tonnen
  • Kugeln: 9 Stück, je 18 Meter Durchmesser
  • Röhren: 12 Kanten, je 23 Meter lang
  • Dargestellt: Elementarzelle eines Eisen-Kristalls, 165-milliardenfach vergrößert
  • Idee & Bau: Ingenieur André Waterkeyn, Architekten André und Jean Polak
  • Renoviert: 2004–2007 (neue Edelstahl-Haut)
  • Besucher: über 800.000 pro Jahr – meistbesuchte Sehenswürdigkeit Brüssels
  • Lage: Heysel, im Norden von Brüssel

Ein besonderer Bau

Eine Elementarzelle einer Eisen-Kristallstruktur wurde 165-milliardenfach vergrößert: Das Ergebnis ist das Atomium. Es war ein Symbol für die friedliche Nutzung der Kernenergie und für den optimistischen Geist einer Zeit, in welcher der Glaube an den wissenschaftlichen und technischen Fortschritt groß war.

Das Atomium ist 102 Meter hoch, die 12 Kanten enden an 9 Kugeln von je 18 Meter Durchmesser. Ursprünglich war geplant, etwas höher zu bauen, doch aus Gründen der Flugsicherheit verkleinerte man das Gebäude um 24%.

Verbunden sind die Kugeln durch 23 Meter lange Röhren. Alles ist hier groß genug, in den Röhren befinden sich Rolltreppen, im mittleren Rohr ein Aufzug, der die Besucher direkt in die obere Kugel bringt. Zur Eröffnung war er mit einer Geschwindigkeit von 5 m/s der schnellste Aufzug der Welt.

Das Innere und die Aussicht vom Atomium

In der obersten Kugel beginnt der Rundgang: Dort befindet sich ein Restaurant und eine Aussichtsplattform: Von hier oben haben Besucher eine tolle Aussicht über die Skyline des etwas entfernten Brüssel mit dem Justizpalast und der Basilika auf dem Koekelberg. Und über das ehemalige Expo-Gelände und den Park Mini-Europa. Bei klarer Sicht reicht der Blick sogar bis nach Antwerpen. Doch wollen wir ehrlich sein, sooo toll ist die Aussicht über das Expo-Gelände außerhalb von Brüssel nicht, der Besuch lohnt sich vor allem, um mal das Innere von diesem außergewöhnlichen Bau zu sehen.

Von der oberen Kugel geht es durch die Rolltreppen in den Röhren hinab in weitere drei Kugeln. Die Fahrt auf der Rolltreppe fühlt sich an wie in einer 70er-Jahre-Architektur, denn man ist ja in einer Röhre mit runden kleinen Lichtfenstern.

Von den neun Kugeln sind drei übrigens nicht in Gebrauch, eine kann exklusiv gemietet werden und eine Weitere ist die "Kinder-Kugel," in die Schülergruppen Exkursionen unternehmen können.

Die (kurze) Geschichte

Die Idee zum Atomium hatte der Ingenieur André Waterkeyn, umgesetzt wurde es von den Architekten André und Jean Polak. Geplant war es als temporärer Bau, doch nach der Weltausstellung 1958 war es so beliebt, dass man es stehen ließ.

Nachdem es in den 1990ern schon sichtlich in die Jahre gekommen war, wurde das Atomium von 2004 bis 2007 renoviert. Es bekam anstelle der alten Aluminiumhülle eine neue rostfreie Edelstahl-Haut, außerdem wurden LED-Leuchten angebracht, die es nachts beleuchten. 2006 brachte Belgien zur Wiedereröffnung seines nationalen Symbols eine 2-EUR-Münze heraus.


Tipp

Eintrittskarten für das Atomium gibt es hier*
 

Öffnungszeiten

Täglich 10–18 Uhr. Letzter Einlass um 17:30 Uhr.
 

Preise

Erwachsene 17 €, Senioren (ab 65) 15 €, Studenten und Jugendliche 9 €, Kinder bis 115 cm frei. Inklusive dem nahen Design Museum. (Stand 2026)

Hinkommen

Öffentlicher Nahverkehr: Metro (Linie 6): Heysel/Heizel
 

Adresse: Place de l'Atomium 1, 1020 Bruxelles
 



 

Bild: © www.atomium.be - SABAM 2009 - DJ Sharko